Ebeling-Immobilien
 
 
Strohballen

Porträt eines Stadtteils

Wer in Berlin-Buckow lebt, ist gleich in zwei verschiedenen Stadtteilen zu Hause: 2002 von der Gropiusstadt getrennt vermischt der Stadtteil im Berliner Süden gekonnt großstädtische Lebensart mit ländlicher Idylle. Höhepunkt des städtischen Landlebens ist das weit über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannte Strohballenfest des Bauers Mette, bei dem sich im August drei Tage lang klein und groß sowie jung und alt auf verschiedenste Weise vergnügen.

Die Entstehung des Namens

Weniger lustig ist die Entstehung des Namens der Jungfernmühle, eines der wichtigsten Buckower Wahrzeichen in der Goldammerstraße 34: Beim ursprünglichen Bau der Mühle 1757 in Potsdam wurde die Müllertochter bei einer plötzlichen Windböe von einem Flügel erfasst. Die Erinnerung an ihren tragischen Tod ist bis heute in einem Stich verewigt, der unter der Welle der Mühle eingesetzt wurde. Nach insgesamt vier Umzügen landete die älteste erhaltene Mühle der Stadt Berlin 1872 in Buckow und erhielt hier aufgrund ihres damaligen Besitzers den Zweitnamen Wieneckesche Mühle. Noch bis 1980 wurde hier Korn gemahlen, mittlerweile ist um die Mühle herum ein liebevoll gestalteter Platz entstanden.

Geschichte Buckow

Weitaus beschaulicher gestaltet sich das gemeinschaftliche Leben in der Buckower Dorfkirche, gebaut in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist sie die zweitälteste Kirche innerhalb Berlins. Buckow selbst wurde dann Mitte des 13. Jahrhunderts von deutschen Siedlern gegründet, 1373 erstmals urkundlich erwähnt und 1920 nach Berlin eingemeindet. Einer der entscheidenden Grundlagen für Ansiedlungen war wohl auch schon viel früher der heutige Buckower Dorfteich, direkt neben der Dorfkirche gelegen.

Strohballenfest in Buckow

Noch viel näher am bäuerlichen Leben dran ist natürlich Bauer Mette, einer der letzten aktiven Bauern innerhalb der Berliner Stadtgrenzen. Die ursprüngliche Idee seines Strohballenfests war es, den Großstädtern das Landleben näher zu bringen und mittlerweile das jährliche Event in seiner 13. Auflage bei den Berlinern als festliche Institution anerkannt ist. Immer am dritten Augustwochenende erleben die Besucher bei rustikalen Speisen ländliches Markttreiben auf dem Feld, unter anderem begleitet von Country-Musik, Lasso-Künstlern und zahlreichen weiteren Ständen mit traditioneller Handwerkskunst.

Leben in Buckow

Seit Anfang 2008 lassen in einem Verein ehrenamtlich engagierte Bürger den Buckower Dorfteich wieder zu altem Glanze erblühen. Auch um dieses natürliche Zentrum gruppieren sich neun verschiedene Schulen (von der Grundschule über Gesamtschulen bis hin zu Gymnasien) zudem gibt es in der näheren Umgebung zehn Kitas und Kindergärten. Beim Einkaufen übrigens kann die Gropiusstadt mit dem größten Einkaufzentrum Berlins (Gropius Passagen) punkten und mit dem Klinikum Neukölln um die Ecke ist auch eine exzellente medizinische Versorgung gewährleistet.

Verkehr in Buckow

Über die U7 ist Buckow bestens ans Berliner U-Bahnnetz angebunden, Hauptverkehrsadern wie z.B. die B 179 bieten PKW-Fahrern Anschluss an die Stadt oder ans Berliner Autobahnnetz.

Unser Tipp: das "Restaurant Jungfernmühle"

Ob zum Brunchen, zu einem der zahlreichen saisonalen Specials oder an besonderen Events wie z.B. Sylvester, die 1958 zum Einzeldenkmal erklärte Jungfernmühle ist immer einen kulinarischen Besuch wert. Seit September 2008 serviert Michael Franke hier bodenständige Kost, seine Spezialität sind Schnitzel vom Saalower Kräuterschwein, dessen Tierfutter vor seinem Verzehr vielfältige Kräutersamen enthält. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 12 bis 24 Uhr, Küche von 12 bis 22 Uhr. Montag geschlossen.
Restaurant Jungfernmühle, Goldammerstr. 34, Buckow, Tel. 662 02 72. Internet: www.jungfernmuehle.de

Und Ihr Vorschlag...

Haben Sie einen Tipp? Möchten Sie sich hier empfehlen oder haben Sie selbst einen Lieblingsplatz? Schreiben Sie uns und wir belohnen die Veröffentlichung mit einem kleinen Geschenk. Ihre Tippmail hier >>